Planungsbüro Wasserfloh
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Brauchwassernutzung für Haushalt und Garten

Filter für Brauchwassernutzung

Wenn Regenwasser als Brauchwasser genutzt werden soll dann ist in der Regel ein einfacher Gartenfilter nicht ausreichend vorallem wenn auch die Waschmaschine mit Regenwasser betrieben werden soll.

 

Auf dem Markt befinden sich eine große Anzahl von Regenwasserfilter. Leider existiert kein einheitlicher Prüfstand auf dem die einzelnen Filter   z. B. bezüglich ihrer Reinigungsleistung und des anfallenden Wasser-verlustes getestet werden. Einen Anhaltspunkt bietet ein Versuch zur Prüfung von Regenwasserfiltersystemen nach DIN 1989 der von der Universität Stuttgart durchgeführt wurde. Die Ergebnisse des Versuches finden sich in der Schriftreihe fbr 8. Der Käufer eines Regenwasserfilters muss sich daher auf die Angaben der Herstellers verlassen oder aber er informiert sich bei einschlägigen Fachbüros.

 

Da heute sehr oft der Überlauf der Zisterne in eine Versickereinrichtung geht, da ansonsten Gebühren für das Ableiten des Regenwassers in den kommunalen Kanal anfallen würden, können nur noch bedingt selbst- reinigende Filter eingebaut werden, da diese einen Kanalanschluss benötigen.

Daher wird hier nur auf Filter eingegangen die den Schmutz entweder in einem Filterkorb oder in einem Sedimentationsschacht sammeln und daher gereinigt werden müssen. Der Vorteil dieser Filter ist zudem, dass fast kein Wasserverlust durch das Selbstreinigungsprinzip auftritt.

Retentionsfilter H & W

Der Retentionsfilter sieht aus wie der Gartenfilter und auch die Funktions- weise ist die gleiche allerdings beträgt die Filterfeinheit 0,55 mm.

Das so gefilterte Regenwasser kann für Garten, WC und Waschmaschine verwendet werden. Der Einbau und die Reinigung, ist genauso wie beim Gartenfilter problemlos möglich. Auch eine Nach- rüstung in eine schon bestehende Zisterne kann in der Regel problemlos erfolgen.

Feinstfilterschacht Lauterbach-Kießling

Zur Kategorie der Filter mit einem Sedimentationsschacht zählt der Feinstfilterschacht der Firma Lauterbach-Kießling. Dieser Filter wurde auch in der Prüfeinrichtung der Universität Stuttgart getest.

Die Filterung des Regenwassers erfolgt in diesem Fall mit Hilfe einer Filter- platte aus Einkornporenbeton. Die Körnung des Einkornporenbetones ist so gewählt, dass die Filterfeinheit kleiner als 0,125 mm beträgt. Das Wasser aus den Dachfallrohren wird zuerst in den Feinstfilterschacht geleitet und hinter der Filterplatter erfolgt der Ablauf in die Zisterne. In der Filterplatte bleiben die Schmutzpartikel hängen. Aufgrund der Ver-

wirbelung des einlaufenden Regenwassers erfolgt eine stetige Reinigung der Filterplatte. Grobe Schmutzteile, wie z.B. Laub und Moos, setzten sich im Sedimentationsbereich ab. Der Sedimentionsbereich muss je nach Schmutzanfall gereinigt werden, ca. alle 2 - 4 Jahre. Vorteil dieser Filtervariante ist der hohe Filtergrad und die große Filterfläche, der Nachteil ist, dass vor die Zisterne ein zweiter Schacht eingebaut werden muss.

Einbauzeichnung Feinstfilterschacht-Zisterne (Lauterbach-Kießling)

Beruhiger Zulauff

Auch bei Brauchwassernutzungsanlagen muss - wie bei Anlagen für die Gartenbewässerung - ein beruhigter Zulauf eingebaut werden, um das Ansaugen von Sedimenten oder Schwimmstoffen zu vermeiden.

Hauswasserstation

Auf dem Markt werden unterschiedliche Hauswasserstationen angeboten, allen gemeinsam ist, dass es keine direkte Verbindung zwischen dem Brauchwassernetz und dem Trinkwassernetz geben darf.

Dies bedeutet, dass die Notnachspeisung (man will ja die Toilette auch noch benutzen, wenn die Zisterne leer ist!) so geregelt sein muss, dass dies den geltenden Vorschriften entspricht. Beim Kauf einer Hauswasser- station unbedingt darauf achten, dass die entsprechenden Prüfsiegel vorhanden sind. Man sollte auch darauf achten, dass die Einbaufirma die Anlage gemäss den geltenden Richtlinien anschließt.  In der Regel erfolgt die Notnachspeisung heute über kleine Sammelbehälter in den Hauswasserstationen, eine direkte Nachspeisung in die Zisterne erfolgt eigentlich nicht mehr.

 

Hauswasserstation KSB Hya-Rain

Eine Hauswasserstation besteht im wesentlichen aus einer Kreiselpumpe, dem Trinkwasserspeicher für die Notnachspeisung, den nötigen Anschlüssen für Trinkwasser und Brauchwasser und einem freien Überlauf. Der freie Überlauf ist nötig, da die Hauswasserstation ja an der Trinkwasserleitung hängt und hier ist ein stetiger Druck vorhanden.

Entnahmevorrichtung

Die Entnahmevorrichtungen für die Brauchwassernutzung ist die Gleichen (schwimmende oder stationäre Entnahme) wie bei der Nutzung des Regenwasser für die Gartenbewässerung.

Schilderset

Schilderset für Regenwassernutzungsanlage

Nach DIN 1989 müssen bei einer Brauchwassernutzungsanlage sowohl die Außenwasserhähne als auch die Brauchwasserleitungen gekennzeichnet werden. Es muss ausgeschlossen werden, dass es zu einer Verwechslung von Trink- und Brauchwasser kommt.

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Dipl.-Physikerin Margot Weiss

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